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Wir haben schon einige Pudel importiert und in´s Ausland geschickt (siehe Seiten Import und Export). Es hat, bis auf einmal, hervorragend funktioniert und die Pudel sind immer in die besten Hände gekommen. Zu den meisten Welpenkäufern im Ausland haben wir noch heute sehr netten Kontakt..

 

Import-Infos

Wenn Sie einen Pudel importieren möchten ist es unerlässlich, sich vorher beim zuständigen Veterinäramt oder noch besser beim zuständigen Ministerium nach den aktuellen Einfuhrbestimmungen zu erkundigen, um Probleme bei der Einfuhr zu vermeiden. Die Auskünfte, die man im Internet findet, sind leider oft nicht vollständig oder fehlerhaft. Außerdem können geltende Bestimmungen jederzeit geändert werden. Innerhalb der EU gibt es im Moment keine besonderen Bestimmungen, aber darauf sollte man sich nicht verlassen, das kann sich jederzeit ändern. Für den Import aus Nicht-EU-Ländern muss sogar extra eine Einfuhrgenehmigung beim zuständigen Ministerium beantragt werden (In dem Bundesland, in dem der Ankunfts-Flughafen liegt, ist die Einfuhrgenehmigung zu beantragen. Für uns ist das z.B. Flughafen Frankfurt - Bundesland Hessen – Zuständig:

 Hessisches Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten

Hier finden Sie alle Ministerien in Deutschland  

 

Eine eigene, leidvolle Erfahrung hat uns zu diesen Tipps bewegt:

Wir importierten einen Großpudel-Welpen, 11 Wochen alt, aus Kanada. Wir haben uns natürlich vorher nach den Bestimmungen erkundigt (Internet), aber leider nicht bei den zuständigen Stellen.

Unsere Info für die Einfuhr war: Import von Welpen unter 12 Wochen: Ein amtstierärztliches Gesundheitsattest ist ausreichend. Das klang logisch, da eine Tollwutimpfung in diesem Alter ja noch nicht möglich ist. Innerhalb der EU war auch nichts anderes notwendig gewesen, wir hatten ein halbes Jahr zuvor problemlos eine Hündin aus Schweden mit diesen Papieren importiert.

Mit diesem „Wissen“ ließen wir den Welpen schicken. Was für ein fataler Fehler!

Wir wussten nicht, dass wir eine Einfuhrgenehmigung gebraucht hätten. Aber das war das geringere Problem, die kann man im Notfall noch kurzfristig beantragen. Das Hauptproblem war das Gesundheitsattest: Es war von einer Tierklinik und nicht von einem Amtstierarzt! Nun war die Katastrophe perfekt!

Der Amtstierarzt am Frankfurter Flughafen hat die Papiere nicht anerkannt, der kleine Junge war damit wiederrechtlich eingeführt worden und nichts entsprach den geltenden Bestimmungen. Nun gab es zwei Möglichkeiten: Den Kleinen sofort wieder zurück zu schicken oder unseren Amtsveterinär um eine Hausquarantäne zu bitten. Würde die abgelehnt bliebe nur noch eine Quarantäne irgendwo in einer anerkannten Quarantänestelle.

Also haben wir sofort unseren zuständigen Amtsveterinär angerufen, um unseren Welpen mit nach Hause nehmen zu können. Die Auskunft war: Der Antrag kann nur schriftlich erfolgen. Dann käme der Veterinär vorbei und überprüft, ob eine Hausquarantäne möglich ist. Anders ist es nicht machbar, wir hätten uns halt vorher richtig erkundigen müssen!

Damit war die Chance vertan, den Kleinen noch am selben Tag mitnehmen zu können. Unverrichteter Dinge fuhren wir total entnervt nach Hause.

Am nächsten Nachmittag kam der Veterinär zur Überprüfung und erteilte uns zum Glück die Genehmigung für die Hausquarantäne. Die Genehmigung faxte er ans zuständige Ministerium. Allerdings war an diesem Tag auch nichts mehr zu erreichen, da die für die Freigabe des Welpen zuständige Dame im hessischen Umweltministerium nur halbtags arbeitet.
Am nächsten Mittag, der Kleine saß mittlerweile den dritten Tag am Flughafen fest, bekamen wir endlich die Genehmigung für die Abholung.

In der Tierstation wurde uns am Ankunftstag versichert, unser Kleiner sei hier bestens aufgehoben, wir bräuchten uns keine Sorgen machen. Das hätten wir für ca. 28 Euro am Tag eigentlich auch erwartet, aber weit gefehlt!

Bei Abholung aus dem im ständigen halbdunkel liegenden Zwinger ist unser kleiner Junge vor Angst schreiend mit geklemmter Rute in die hinterste Ecke geflüchtet! Was hatte man ihm nur in den 3 Tagen angetan?
Er musste auf dem blanken Betonboden liegen da die Tür seiner Flugbox, in der seine Decke und sein Spielzeug waren, zugefallen war! Man hätte ja wenigstens die Decke und sein Spielzeug rausnehmen können, damit er etwas Vertrautes hat!

Es standen zwei leere Schüsseln im Zwinger, er hatte nicht einmal Wasser zum Trinken! Er wäre Morgens gefüttert worden. Das wollen wir ja mal glauben. Aber ein Welpe von 11 Wochen braucht mindestens 3-4 Mahlzeiten pro Tag! Wo war sein Mittagessen? Wir konnten ihn ja erst Nachmittags abholen.

Die Zustände waren katastrophal!!! So viel zu der vielgepriesenen Tierstation am Frankfurter Flughafen, die ja auch Urlaubsbetreuung anbietet. So etwas sollte man seinem Tier ersparen! Die psychischen Schäden könnten verheerend sein! Zum Glück ist unser kleiner Junge sehr selbstbewusst und wir hoffen, dass er die Schrecken der Tierstation bald ganz vergessen hat.

Nach 30 Tagen wurde vom Amtsveterinär noch mal überprüft, ob die Quarantäne aufgehoben werden kann. Unser Junge durfte in dieser Zeit zwar keinen Kontakt zu unseren anderen Pudeln haben, aber er war wenigstens in einer liebevollen und vertrauten Umgebung.

Mit fremden Leuten hatte er Anfags ganz große Probleme, er ist in die hinterste Ecke geflüchtet. Aber mit viel Geduld, Übung und Bachblüten (Muttropfen) ist er zum Glück ein unproblematischer Pudel geworden, aber es war ein hartes Stück Arbeit, ihn seelisch und moralisch wieder so hinzukriegen.

Wir haben daraus gelernt, so eine Katastrophe wird uns nie wieder passieren!

 

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